Last Minute Koffer-Kauf

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Last Minute Koffer-Kauf

Nachdem ich das letzte Mal fleißig allerlei nützliche Dinge für den Urlaub eingekauft habe, stellt sich mir jetzt die Frage, wohin ich das eigentlich alles packen soll. Schließlich möchte ich, dass meine Sachen gut geschützt und ordentlich am Reiseziel ankommen. Es muss also schnell noch ein neuer Koffer her. Weil der auch eine Weile halten soll, erkundige ich mich in der Koffer-Abteilung von Galeria Kaufhof danach, worauf ich beim Kauf eines Koffers achten muss. Thomas nimmt sich viel Zeit für mich und berät mich so lange, bis ich meinen perfekten Koffer gefunden habe.

Wie bei vielen Dingen im Leben muss man sich auch beim Kauf eines Koffers erst einmal im Klaren sein, wofür man ihn überwiegend verwenden möchte. Schließlich muss ein Business-Koffer ganz andere Anforderungen erfüllen als ein Reisekoffer für den Kurztrip oder gar ein Überseekoffer. Vor allem sollte man sich kurz Gedanken machen über Größe, Material und Ausstattung des neuen Begleiters.

Auf die Größe kommt es an!

Ich werde eine Woche lang ans Meer reisen, dafür eignet sich ein Koffer mit etwa 80 Litern Volumen. Bei dieser Größe ist er für die Reise gut gefüllt, hat aber noch genug Platz übrig für kleine Geschenke und Urlaubseinkäufe. Außerdem wird er mit diesen Maßen gefüllt nicht zu schwer werden – sofern ich nicht ausschließlich Steine einpacke ;-).

Erlaubte Koffergröße für das Flugzeug

Wer per Flugzeug verreist, sollte darauf achten, dass der Koffer nicht zu groß ist, wenn man keine zusätzliche Gebühr bezahlen möchte. Die Begrenzungen von Maßen und Gewicht variieren je nach Airline. Die meistern erlauben ein Höchstgewicht von 23 Kilogramm und ein Gurtmaß, also Gesamtmaß, von 158 cm: Zum Beispiel hat ein Koffer mit einer Höhe von 65 cm, einer Breite von 40 cm und einer Tiefe von 30 cm ein Gurtmaß von 135 cm und kann somit problemlos bei den meisten Airlines aufgegeben werden. Für das Handgepäck sind die Maße 55x40x20 cm erlaubt – völlig ausreichend, falls man nur einen kurzen Städtetrip über das Wochenende plant.

Das Material – Weich- oder Hartschalenkoffer?

Auch das geeignete Material des Koffers hängt in großem Maße davon ab, wie man verreisen möchte. Wenn Ihr überwiegend mit dem Auto oder der Bahn unterwegs seid, ist ein Weichschalenkoffer aus Stoff oder Synthetik wahrscheinlich vorteilhafter. Die Form ist relativ flexibel und lässt sich auch mal ausbeulen oder zusammendrücken, wenn es sein muss. Zudem haben viele Weichschalenkoffer Außentaschen, was den Zugriff auf Kleinigkeiten erleichtert.

Für die Reise mit dem Flugzeug sind Hartschalenkoffer aus Aluminium oder Kunststoffe wie Polycarbonat oder Polypropylen besser geeignet. Hartschalenkoffer sind weniger flexibel und damit formstabiler, auch wenn sie nicht komplett gefüllt sind. Zudem sind sie viel robuster als Weichschalenkoffer. Stöße und Stürze – zum Beispiel vom Transportband – können Ihnen somit viel weniger anhaben. Ist die Oberfläche des Koffers gerillt oder geriffelt, fallen auch Kratzer und kleine Dellen wenig auf.

Die Ausstattung – von der Rolle bis zum Verschluss

Heutzutage verfügen die meisten Koffer über mindestens vier Rollen. Es ist ja auch viel angenehmer, den Koffer einfach neben sich herzuschieben, statt ihn mühevoll hinter sich herzuziehen oder gar umherzuschleppen. Thomas empfiehlt mir jedoch ausdrücklich einen Koffer mit acht Rollen, beziehungsweise vier Doppelrollen zu wählen. Dadurch, dass bei einem Koffer mit Doppelrollen weniger Gewicht auf einer Rolle lastet, nutzt sich diese natürlich auch weniger ab und muss nicht so schnell ersetzt werden. Nach Möglichkeit sollten die Rollen außerdem nicht aus Hartplastik bestehen, sondern einen Aluminiumkern haben, der mit Weichgummi überzogen ist. Auch der Teleskopgriff zum Ausziehen besteht im besten Fall aus Aluminium.

Nichts gegen Reißverschlüsse, aber...

Die Reißverschlüsse bedürfen besonderer Aufmerksamkeit: Findet Ihr es nicht auch frustrierend, wenn die Reißverschlüsse ständig haken oder sogar aufreißen und somit gar nicht mehr zu gebrauchen sind? Überprüft die Nähte der Reißverschlüsse also ganz genau auf ihre Qualität oder legt Euch gleich einen Koffer mit Rahmenverschluss und Dreipunktsystem – einem besseren Schnappverschluss – zu. Die kosten zwar etwas mehr, dafür habt Ihr nie wieder Probleme mit gerissenen Nähten. Wenn die Reise in die USA geht, nehmt Ihr am besten einen Koffer mit TSA-Verschluss. Dieser wurde aufgrund der verschärften Sicherheitsmaßnahmen speziell für den Reiseverkehr in die Vereinigten Staaten entwickelt. Die Sicherheitsbeamten haben für diesen Verschluss einen Generalschlüssel, müssen den Koffer für Kontrollen also nicht aufbrechen.

Puh, ich hätte nicht gedacht, dass man wirklich auf so vieles achten muss beim Koffer-Kauf! Ich habe mich am Ende übrigens für einen mittelgroßen Hartschalenkoffer entschieden. Nicht nur, weil er über und über mit Abbildungen von Plakaten diverser Filmklassiker bedruckt ist, aber ich gebe zu, dass das ein Mitgrund war. So erkenne ich ihn jedenfalls sofort, wenn er am Ziel meiner Reise aufs Gepäckband kullert.  

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